Dienstag - 21. August 2007
Smalltalk
Ich wäre wirklich gerne ein Schnellmerker. Aber ich bin ein Spätmerker. Aber ich wäre wirklich gerne ein Schnellmerker. Leider bin ich allerdings ein Spätmerker. Meine Merklatenz liegt bei ungefähr 6 Stunden. Mein Lieblingsmerkort ist das Bett, irgendwann kurz vor dem Einschlafen. Dann verstehe ich plötzlich Dinge, die ich vorher nicht verstanden habe. Ich glaube, man könnte das auch eine lange Leitung nennen. Das muss was nervliches sein. Viele Leute haben schwere Knochen, ich habe einfach lange Nerven.
Manche Dinge verstehe ich aber nie. Hier kommt ein Beispiel. Schnallen sie sich fest, die nächste Fahrt ist rückwärts.
Ich fahre relativ oft mit mir völlig fremden Personen im Aufzug. Mit fremden Personen im Aufzug fahren ist blöd, vor allem, wenn man schon eine Weile weiss, dass der Aufzug für 16 Personen beziehungsweise 1200kg zugelassen ist. Man weiss nie, wo man hinschauen soll.
Ich habe mir dann gedacht, dass es doch ganz nett wäre, ein bisschen Smalltalk zu machen. Das macht vielleicht einen netten Eindruck, lockert die Spannung und führt vielleicht zu interessanten Bekanntschaften. Naja, interessante Leute kenne ich eigentlich schon genug. Das Wort "interessant" ist umfassend.
Unlängst fuhr ich mal wieder im Aufzug. Mit mir fuhr eine Kollegin aus Brasilien, die ein paar Wochen in Frankfurt angelernt wird. Draussen war Sommer. Zumindest auf dem Papier. In der Realität regnete es. Ich machte Smalltalk.
"So, you really get a chance to enjoy the german weather" smalltalkerte ich.
Dieser Satz mag dümmlich klingen, ist aber ein sehr guter Smalltalk Satz. Ich habe mich informiert. Das Wetter ist nämlich Smalltalk Thema Nummer eins! Sicher, man kann es nicht mehr hören. Es nervt. Kaum ist es mal ein paar Tage warm, da wollen es die Leute kälter haben. Ist es dann mal kälter, dann wollen es die Leute wieder warm haben. Nerv, nerv, nerv. Und jaja, in Deutschland ist ja immer so schlechtes Wetter.
Zum Wetter hat aber jeder eine Meinung. Und meistens jeder die gleiche.
Ich hätte auch sagen können "Personally, I think that if you would put Koch, Beckstein and Schäuble in a sack and you would smack the sack with a club, you would always hit the right one!", aber das wäre kein guter Smalltalk Satz gewesen. Politik ist ein heikles Thema, vor allem, weil die Meinungen da sehr auseinandergehen und Gespräche schnell hitzig werden können. Ausserdem wüsste die Brasilianerin wahrscheinlich gar nicht, wer Koch, Beckstein und Schäuble sind und ehrlich gesagt beneide ich sie ein bisschen darum.
Ausserdem: Wer will denn wirklich über die Überzeugungen seiner Mitmenschen im Fahrstuhl informiert werden? Richtig: Keine Sau.
Zurück zum Aufzug. Nachdem ich meinen Satz gesagt hatte, schaute die Frau erst nach draussen, dann mich an und sagte "It's raining". Dann folgte eine Pause, während derer mir keine Smalltalk Antwort einfallen wollte, dann sagte sie "Maybe, that's why there are so much mushrooms here".
Ich lachte und sagte "Probably!" und dann war die Fahrt beendet. Vom Merken war ich allerdings sehr weit entfernt. Und bin es heute noch - Wochen später.
Es gibt viele offene Fragen. Gibt es in Deutschland besonders viele Pilze? Gibt es in Brasilien keine Pilze? Haben Brasilianer eine Abneigung gegen Pilze? Welche Pilze sind gemeint? Essbare? Solche in Wohnungen? Solche, die auf Kuhfladen wachsen?
Ich weiss es nicht. Ich kann mir keinen Reim darauf machen, fühle mich aber in der Annahme bestätigt, dass sich Smalltalk lohnt.
(Banana)
Donnerstag - 16. August 2007
Erfahrung
Das Tragische an jeder Erfahrung ist,
dass man sie erst macht,
nachdem man sie gebraucht hätte.
Friedrich Nietzsche
Sonntag - 29. Juli 2007
Zeit
Zeit ist Gottes Art zu verhindern, dass alles zu gleich passiert.
Sonntag - 29. Juli 2007
Prozent
Auf den Flaschenetiketten von alkoholischen Getränken sind ja immer so Zahlen aufgedruckt: 11% vol., 17,5% vol., 35% vol.
Viele glauben, dass das der Alkoholgehalt des Getränks ist. Stimmt vielleicht, aber tatsächlich steht diese Zahl für das gefühlte Gefälle auf dem Heimweg.
(Arnold)
Mittwoch - 18. Juli 2007
Kunst
“Kunst kommt von können, nicht von wollen, sonst würde es ja Wunst heißen”
Karl Valentin
Mittwoch - 20. Juni 2007
Microsoft
“The only problem with Microsoft is they just have no taste. They have absolutely no taste. And I don't mean that in a small way, I mean that in a big way, in the sense that they don't think of original ideas, and they don't bring much culture into their products.”
Steve Jobs
Sonntag - 03. Juni 2007
Volksfest
"Wenn ich hier noch mit Kreislauf rauskomme, dann kann ich das Andere auch fahren"



Freitag - 01. Juni 2007
ganz großes Tennis
Anschaffung und Haltung eines Mannes
Männer werden heutzutage sehr leichtsinnig angeschafft, obwohl ihre Haltungsbedingungen einfach zu beobachten sind und daher bekannt sein sollten.
Trotzdem liegt unter solchen immer wiederkehrenden Meldungen immer ein überraschter Unterton:
Wenn man heute, nach knapp vierzig Jahren Feminismus, den vom Familienministerium herausgegebenen Gender-Report durchliest, ist das eine desillusionierende Lektüre: Noch immer, heißt es in dem 800 Seiten starken Werk, finden sich kaum Frauen in den Führungspositionen der Wirtschaft; noch immer verdienen sie rund zwanzig Prozent weniger als Männer, obwohl der Grundsatz „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ rechtlich verankert ist. Ihre Erwerbsquote, heißt es, liege heute zwar bei 66 Prozent. Aber der Eindruck, dies sei viel, relativiere sich, wenn man bedenke, dass viele Frauen Teilzeit oder in 400-Euro-Jobs arbeiten. Es scheint, als hätten alle Mühen, Frauen zu fördern, nicht viel gebracht.
Darauf folgt der immer gleiche Trugschluss:
„Wir müssen stattdessen Anreize schaffen, dass sich die Männer endlich ändern.“
Hallohoooh! Vergesst es endlich!
Hey, mal ehrlich, wer kennt in seinem Verwandten-, Freundes- und Bekanntenkreis Männer, die die Hausarbeit klaglos und effizient zu gleichen Teilen oder gar alleine übernehmen? Ich kenne keinen einzigen, dafür kenne ich jede Menge selbstbewusste, moderne Frauen, die neben ihrer bezahlten die unbezahlte Arbeit erledigen. Dafür gibt es nur einen einzigen Grund: die Männer tun es nicht.
Oft genug reduzieren die Frauen dafür (teils drastisch) das Volumen ihrer bezahlten Arbeit, denn kaum ein Mann geht in den Erziehungsurlaub. Frauen erledigen die Haus- und Erziehungsarbeit selbst oder sie bezahlen andere Frauen dafür.
Beide sind, wenn die Frau sie selbst erledigt, unbezahlte Tätigkeiten, die keine monetäre oder soziale Anerkennung erfahren und die nur dann Aufmerksamkeit erregen, wenn sie nicht oder schlecht erledigt wurden. Verkürzt ausgedrückt: Lob ist nicht, aber dafür Kritik. Putzen, waschen, einkaufen, kochen kann schließlich jede(r) und Hausarbeit ist somit das wert, was dafür bezahlt wird. Nichts.
Frauen kennen übrigens keine Solidarität auf diesem Gebiet. Jene, die Karriere machen, blicken hinab auf die “dummen, kleinen Hausfrauen” und diese rächen sich dafür, indem sie denen mit Vollzeitjob und Putzfrau/Tagesmutter/Au-Pair-Mädchen/Haushälterin vorwerfen, schlechte Ehefrauen und - ganz schlimm - schlechte Mütter zu sein.
So schnell kommen wir da nicht raus. Wenn überhaupt. Denn die Zustände bieten der herrschenden Klasse, denjenigen, in deren Macht es stünde, etwas zu ändern, ausschließlich Vorteile, während jede Änderung den Männern Nachteile brächte.
Wer sich deshalb heute als Frau einen Mann anschafft und mit ihm zusammen wohnen möchte, sollte sich im Klaren darüber sein, welche Arbeit damit verbunden ist und dass für diese Erledigung dieser Arbeit keine Dankbarkeit oder Anerkennung erwartet werden darf.
Männer schmutzen, machen Unordnung, wollen schmackhaft und gesund ernährt, gelegentlich gelüftet, sinnvoll beschäftigt und sauber eingekleidet werden. Sie machen sich keine Gedanken darüber, woher das Essen auf dem Teller und das saubere, faltenfreie Hemd im Kleiderschrank kommen - und sie fühlen sich belästigt, wenn man sie dazu auffordert.
Jawohl, alle Männer sind so und vermutlich wären Frauen nicht anders, wären sie an ihrer Stelle. Die wenigen Ausnahmen sind statistisch vernachlässigbar. Sie können ihn nicht ändern. Schreiben Sie diesen Satz hundertmal an die Tafel und hängen Sie diese über Ihr Bett. Wenn sie ihn haben wollen, müssen die auch die damit einhergegehende Arbeit auf sich nehmen.
Ein Mann hat eine lange Lebenserwartung und will im Alter aufwendig gepflegt werden. Das Aussetzen eines Mannes an einer Autobahnraststätte steht unter Strafe und Heimplätze sind rar. Überlegen Sie also VOR der Anschaffung, ob Sie dies auf sich nehmen wollen!
(Syberia)
Freitag - 01. Juni 2007
liebe men in black
bitte seid so gut, sollte ich irgendwann mal versehentlich "Big Brother" oder irgend so eine "Such den Popstar" oder "Wer wird Model" Sendung sehen, bitte kommt und stellt sicher dass ich geblitzdingst werde.
Freitag - 25. Mai 2007
heute ist Towel Day
Nicht vergessen heute das Handtuch mit zu nehmen. Wer nicht weiß was es mit dem Towel Day auf sich hat, bitte hier klicken.
Freitag - 25. Mai 2007
Zitat des Tages
Die Klage über die Schärfe des Wettbewerbs ist in Wirklichkeit meist nur eine Klage über den Mangel an Einfällen.
(Walter Rathenau)
Mittwoch - 23. Mai 2007
so, geschafft.
seit heute ist das überarbeitete Gesicht der Seite online, die Umstellung auf iBlog 2 hat gut geklappt. In den nächsten Tagen werde ich noch einige Kleinigkeiten auf den neuesten Stand bringen, und noch ein paar Darstellungsfehler ausmerzen, aber die Umbauten sollten sich im Rahmen halten.
Sonntag - 06. Mai 2007
Gedicht
Des Nachts da fasst der
Leguan
zu gern die Leguanin
an.
Die dies wenn auch nur ungern
duldet
weil sie ihm zwei Mark fünfzig
schuldet.
Freitag - 27. April 2007
zwischendurch
Wenn ich den See seh, brauch ich kein Meer
mehr.